Montag, 21. Mai 2018

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Die Stimme von Deutschland PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 28. November 2013 um 16:53 Uhr

Heute Abend geht es in die nächte Runde von "The Voice Of Germany", dem Vernehmen nach (auch) dieses Jahr wieder ein Quotenhit für die ProSiebenSat.1 Media AG. Den Ruhm des TV-Auftritts haben die verbliebenen Kandidaten bereits ernten können, doch was springt eigentlich in Zahlen dabei heraus. Schließlich dient auch diese Sendung letztlich dem Geldverdienen, sei es für die Jury, die Produktionsfirmen oder die Sendergruppe.

Wie groß aber sind die Stücke vom Kuchen für diejenigen, die ihre noch weniger bekannten Stimmen und Gesichter zur Verfügung stellen? Die Anwaltsauskunft des Deutschen Anwaltvereins hat sich die bekannt gewordenen Vertragsteile einmal genauer angeschaut und prüfen lassen. Fazit: man wird (noch) nicht reich, muss aber auch keine Knebelverträge fürchten.

Weitere Einzelheiten liest man hier.

 
Irgendwie auch in eigener Sache PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 26. November 2013 um 09:15 Uhr

"Eine Versorgung des Klägers mit dem Haarteil zur Behandlung der dem Haarverlust zu Grunde liegenden Krankheit scheidet vorliegend aus, weil das beantragte Hilfsmittel keinen Einfluss auf das natürliche Haarwachstum hat. Desgleichen kommt die Versorgung mit dem beantragten Hilfsmittel nicht zur Behandlung der angegebenen psychischen Beeinträchtigungen in Betracht. [...] Die Versorgung mit einem Haarteil würde indessen das Maß des Notwendigen im Sinne des § 12 Abs. 1 Satz 1 SGB V überschreiten, weil der physische Funktionsverlust, der faktisch nur im Freien von Bedeutung ist, wirtschaftlicher durch eine Kopfbedeckung wie Hut oder Mütze ausgeglichen werden kann. [...] Dieser Einschätzung hat das Bundessozialgericht im Anschluss an die Vorinstanz die Überlegung zu Grunde gelegt, dass bei Männern das Aussehen und die soziale Stellung weder auf beruflichem noch auf gesellschaftlichem Gebiet durch einen mehr oder minder starken Haarausfall beeinträchtigt würden. [...] Die Kammer teilt die Auffassung des Bundessozialgerichts, dass die Beeinträchtigung des Aussehens erwachsener Männer durch den Verlust des Haares - anders als bei Frauen - keine Behinderung darstellt. Maßgeblich hierfür ist, dass ein teilweiser oder vollständiger Haarverlust unter Männern wesentlich weiter verbreitet ist und deshalb der Auftritt von Männern ohne Kopfhaar bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als nichts Ungewöhnliches akzeptiert ist."

So sieht ´s aus.

Es handelt sich übrigens um einen Auszug aus einem Urteil des Sozialgerichts Dresden vom 30. Juni 2005 (Az.: S 18 KR 1380/04). Mit ernstem Hintergrund: geklagt hatte ein an Alopecia totalis leidender Mann. Alopecia totalis = Verlust des gesamten Kopfhaares. Und "gesamt" meint hier inkl. der Wimpern und Augenbrauen. Der Mann hatte starke psychische Probleme geltend gemacht, litt auf Grund des Haarverlustes an Minderwertigkeitskomplexen, er fühlte sich beobachtet, verfolgt, verspottet und gehänselt.

Gleichwohl lehnten zunächst die Kasse und sodann das Gericht eine Pflicht zur erneuten Kostenübernahme (in der Vergangenheit war dies geschehen) ab. Auch einen ungerechtfertigten Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz wollte das Gericht nicht erkennen. Mit den oben gezeigten Argumenten.

 
Sofort! PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 22. November 2013 um 11:47 Uhr

Der Anwalt hat nach einem ebenso langen wie schwierigen Prozess endlich gewonnen. Er telegrafiert seinem Mandanten, der sich im Urlaub befindet und deshalb nicht an der Verhandlung teilnehmen konnte: "Das Urteil ist gefällt, die Gerechtigkeit hat gesiegt!"

Nur Minuten später kommt ein Antworttelegramm: "Sofort Berufung einlegen!"

Schönes Wochenende allerseits!

 
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